
🔗 Wie man defekte Links auf einer Website schnell findet und behebt
Ein defekter Link auf einer Website ist nicht nur ein „Hoppla, Seite nicht gefunden". Es ist ein Kunde, der zu Ihren Wettbewerbern gegangen ist. Es ist ein Suchbot, der gestolpert ist und Ihre Seite im Ranking abgewertet hat. Es ist eine Reputation, die bröckelt.
Das Problem ist, dass Links lautlos sterben. Eine externe Seite ist umgezogen, eine Seite wurde gelöscht, eine Domain wurde nicht verlängert, und Ihr Beitrag schickt Leser weiterhin ins Leere. Je älter die Website, desto mehr dieser Minen liegen auf ihren Seiten.
Sie können das in den Griff bekommen, ohne einen Entwickler zu beauftragen und ohne teure SEO-Tools zu kaufen. Hier ist eine konkrete Methode: wie Sie alle defekten Links in einem Scan finden, wie Sie sie beheben und wie Sie verhindern, dass sie erneut auftauchen.
💡 Kurzer Überblick:
- Das kostenlose Online-Tool brokenlinkcheck.com scannt die gesamte Website und zeigt die genaue Position jedes toten Links im HTML-Code an, ohne dass Sie Tausende von Zeilen manuell durchforsten müssen.
- Nach der Prüfung erhalten Sie eine Liste: die URL des defekten Links, die Seite, auf der er sich befindet, und den HTTP-Statuscode. Danach müssen Sie die Liste nur noch durchgehen und jeden Link ersetzen oder entfernen.
- Für WordPress-Seiten gibt es Plugins, die den Prozess automatisieren und Links nach Zeitplan prüfen, aber der Online-Checker funktioniert für jedes CMS und erfordert keine Installation.
Warum defekte Links keine Kleinigkeit, sondern eine direkte Bedrohung für Ihre Website sind

Tote Links treffen gleichzeitig drei Fronten.
SEO. Suchbots durchsuchen regelmäßig Ihre Website. Wenn ein Bot auf einen 404 stößt, registriert er nicht nur einen Fehler, er verwendet einen Teil des Crawl-Budgets darauf. Je mehr defekte Links, desto weniger Seiten schafft der Bot bei einem Crawl zu indexieren. Bei großen Websites kann das bedeuten, dass neue Inhalte wochenlang nicht in den Suchergebnissen erscheinen.
Nutzererfahrung. Auf einen Link zu klicken und auf einer 404-Seite zu landen, ist einer der stärksten Auslöser, eine Website zu verlassen. Studien zum Nutzerverhalten zeigen: Bei einem 404-Fehler verlassen 60 bis 70 Prozent der Besucher die Seite und kehren nicht zurück, um dort nach den benötigten Informationen zu suchen. Stattdessen gehen sie zu Google und öffnen das nächste Ergebnis, oft die Seite eines Wettbewerbers.
Conversion und Vertrauen. Defekte Links auf einer Zahlungsseite, in einem Absendeformular oder auf einer Landingpage sind direkte Geldverluste. Aber auch auf informativen Seiten erwecken nicht funktionierende Links den Eindruck von Vernachlässigung: „Die Seite wurde nicht aktualisiert, der Betreiber kümmert sich nicht darum." Ein Besucher, der einer Website nicht vertraut, wird dort weder seine E-Mail-Adresse noch sein Geld hinterlassen.
Woher tote Links kommen und warum sie sich anhäufen
Links gehen aus einem Dutzend Gründen kaputt, und die meisten davon haben Sie nicht unter Kontrolle:
- Extern. Die von Ihnen verlinkte Website hat ihre URL-Struktur geändert, eine Seite gelöscht oder wurde eingestellt. Die Domain wurde nicht verlängert, der Server ist ausgefallen, das Unternehmen hat den Produktsupport eingestellt. Sie erfahren nichts davon, bis sich jemand beschwert oder bis Sie eine Prüfung durchführen.
- Intern. Sie haben eine Seite umbenannt, einen Slug geändert, einen Beitrag in eine andere Kategorie verschoben, und alte Links innerhalb Ihrer eigenen Website wurden defekt. Bei WordPress passiert das besonders häufig bei Migrationen, Änderungen der Permalink-Struktur oder der Inhaltsbereinigung.
- Technisch. URL-Fehler (fehlender Schrägstrich, Tippfehler beim Protokoll
httpstatthttps), fehlerhafte Weiterleitungen, Probleme mit dem SSL-Zertifikat auf einer externen Seite.
Auf großen Websites wächst die Anzahl defekter Links exponentiell. CMS wie WordPress zeigen Inhalte dynamisch auf Dutzenden von Seiten an: Kategorien, Archive, „Ähnliche Beiträge"-Widgets. Ein defekter Link in einem Beitrag vervielfältigt sich über all diese Seiten, und statt eines Problems haben Sie Dutzende.
So finden Sie alle defekten Links: kostenloses Tool in 5 Minuten

Die einfachste Methode für eine Website beliebiger Größe und auf jedem CMS ist ein kostenloser Online-Checker. Er erfordert keine Registrierung, Installation oder technische Kenntnisse. Funktionsweise:
- Rufen Sie die Service-Startseite auf und geben Sie Ihre Website-Adresse ein.
- Das Tool durchsucht alle Seiten, analysiert den HTML-Code und prüft jeden gefundenen Link.
- Für jeden defekten Link erhalten Sie: die nicht funktionierende URL, die Seite, auf der sie sich befindet, den HTTP-Statuscode und, am wichtigsten, ein hervorgehobenes HTML-Codefragment mit der genauen Position.
Der letzte Punkt ist entscheidend. Die meisten Checker geben lediglich eine Liste defekter URLs aus, und Sie suchen dann selbst, in welchem Beitrag oder auf welcher Seite diese URL hinterlegt ist. Bei einer Website mit hundert Seiten kann das Stunden dauern. brokenlinkcheck.com zeigt die Quellcodezeile mit dem <a href="...">-Tag an, Sie sehen sofort, wo Sie ansetzen und was Sie korrigieren müssen.
Die kostenlose Version scannt bis zu 3.000 Seiten. Für die meisten Websites ist das mehr als ausreichend. Die kommerzielle Version hebt das Seitenlimit auf und fügt CSV-Export, geplante Prüfungen und RSS-Feed-Überwachung hinzu, aber für einmalige oder regelmäßige manuelle Kontrollen genügt die kostenlose Version.
Gesondert zu erwähnen ist deadlinkchecker.com, ein alternativer kostenloser Checker, der ebenfalls keine Registrierung erfordert. Gleiches Prinzip, etwas schlichtere Oberfläche. Es ist sinnvoll, Ihre Website durch beide Tools laufen zu lassen: Manchmal fängt das eine auf, was das andere übersehen hat.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Website prüfen und Links korrigieren

Schritt 1. Scan starten. Geben Sie Ihre Website-URL auf brokenlinkcheck.com ein und klicken Sie auf „Find broken links". Der Scan dauert je nach Seitenzahl zwischen einigen Minuten und einer halben Stunde.
Schritt 2. Bericht auswerten. Das Tool gibt eine Liste defekter Links aus. Für jeden wird der Statuscode angezeigt: 404 (Seite nicht gefunden), 403 (Zugriff verweigert), 500 (Serverfehler), Timeout (Server hat nicht geantwortet). Links mit Code 404 sind definitiv tot und müssen zuerst behoben werden.
Schritt 3. Links klassifizieren. Gehen Sie die Liste durch und legen Sie für jeden Link fest, was zu tun ist:
- Intern defekt, Seite existiert unter anderer Adresse: URL auf die aktuelle korrigieren.
- Intern defekt, Seite gelöscht: Link entfernen oder durch eine andere relevante Seite Ihrer Website ersetzen.
- Extern defekt, Inhalt umgezogen: Neue URL durch Suche nach dem Titel des Materials finden und Link aktualisieren.
- Extern defekt, Quellseite ist tot: Link vollständig entfernen oder durch eine alternative Quelle ersetzen (sofern der Link der Faktenbestätigung diente). Sie können archive.org nutzen, um gelöschte Seiteninhalte wiederherzustellen und ähnliches Material auf aktiven Websites zu finden.
Schritt 4. Änderungen vornehmen. Öffnen Sie jede Seite aus dem Bericht, suchen Sie den defekten Link (das Tool zeigt die genaue Position im HTML an) und korrigieren oder löschen Sie ihn. Bei WordPress-Websites geschieht dies über den Beitrags- oder Seiteneditor.
Schritt 5. Nachkontrolle. Lassen Sie den Scan nach den Änderungen erneut laufen. Idealerweise sollte der Bericht sauber sein.
Für WordPress-Websites lässt sich der Prozess mit Plugins automatisieren, zum Beispiel verfolgt der kostenlose Broken Link Checker Links im Hintergrund und sendet Benachrichtigungen bei Problemen. Mehr Details zur Plugin-Einrichtung und zum Umgang mit defekten Links speziell in WordPress finden Sie in unserer separaten Anleitung: So beheben Sie nicht funktionierende WordPress-Links auf Ihrer Website.
Prävention: Damit Links nicht erneut sterben
Ein einmaliger Scan behebt das Problem hier und jetzt, aber Links werden weiterhin kaputtgehen. Hier sind drei Gewohnheiten, die Ihre Website in Ordnung halten:
- Vierteljährliche Prüfung. Richten Sie eine Kalendererinnerung ein und lassen Sie Ihre Website alle drei Monate durch brokenlinkcheck.com laufen. Bei Websites mit hoher Publikationsfrequenz einmal im Monat.
- Weiterleitungen bei URL-Änderungen. Wenn Sie einen Seiten-Slug ändern oder einen Beitrag verschieben, richten Sie eine 301-Weiterleitung von der alten auf die neue Adresse ein. Bei WordPress geschieht dies über Plugins wie Redirection oder Rank Math.
- Quellen mit Bedacht wählen. Bevor Sie auf eine externe Ressource verlinken, werfen Sie einen Blick auf die Seite: Wird sie aktualisiert? Ist das Team aktiv? Ein Link zu einem aufgegebenen Blog aus dem Jahr 2019 wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres defekt.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Warum beeinflussen defekte Links die Suchpositionen?
Suchmaschinen werten defekte Links als Signal für eine geringe Seitenqualität. Zudem verbraucht jeder defekte Link das Crawl-Budget, also das Limit an Seiten, das der Bot pro Besuch durchsucht. Bei einer Website mit hundert defekten Links erreicht der Bot möglicherweise keine aktuellen Inhalte. Suchmaschinen legen die genauen Ranking-Formeln nicht offen, doch Korrelationsstudien bestätigen: Seiten mit weniger technischen Fehlern ranken durchgängig besser.
Wie viele defekte Links sind „viele"?
Es gibt keine feste Schwelle, aber die Praxis zeigt: Hat eine Website mit 100 Seiten mehr als 5-7 defekte Links, ist das bereits ein Problem, das Suchmaschinen registrieren. Für E-Commerce- und stark frequentierte Seiten gilt ein noch strengerer Maßstab: 2-3 defekte Links für die gesamte Site. Entscheidend ist nicht die absolute Zahl, sondern das Verhältnis defekter Links zur Gesamtzahl der Links. Je höher es ist, desto schlechter das Signal an die Suchmaschinen.
Kann man defekte Links ohne Zugriff auf den Quellcode prüfen?
Ja, brokenlinkcheck.com und deadlinkchecker.com funktionieren wie normale Besucher: Sie rufen die Seite auf, durchsuchen die Seiten und prüfen die Links. Dafür sind kein Server-Zugang, kein FTP und kein Admin-Panel nötig. Die einzige Einschränkung: Das Tool sieht nur öffentlich verfügbare Seiten, die keine Anmeldung erfordern.
Worin unterscheidet sich die Prüfung mit einem Online-Checker von einem WordPress-Plugin?
Ein Online-Checker erfordert keine Installation, funktioniert mit jedem CMS und belastet Ihren Server nicht, da die Prüfung von einem externen Dienst ausgeführt wird. Ein WordPress-Plugin installieren Sie direkt im Admin-Bereich, es prüft Links im Hintergrund und kann automatisch über Probleme benachrichtigen. Für eine einmalige Prüfung ist ein Online-Tool bequemer. Für die laufende Überwachung ein Plugin. Optimal: regelmäßige Prüfungen mit einem Online-Checker und dazwischen die Hintergrundüberwachung mit einem Plugin.
Was tun mit einem defekten Link auf eine externe Seite, die es nicht mehr gibt?
Drei Optionen: dasselbe Material auf einer anderen Seite finden und den Link ersetzen; den Seiteninhalt über web.archive.org wiederherstellen und ein lebendes Äquivalent finden; wenn der Link nur illustrativen Charakter hatte, ihn ganz entfernen, der Inhalt leidet nicht darunter. Lassen Sie einen defekten Link nicht „einfach so" stehen, jeder solche Link schadet sowohl dem Nutzer als auch der SEO.
Was Sie jetzt sofort gegen defekte Links tun sollten
Defekte Links sind kein Problem, das Sie bis zum nächsten Relaunch aufschieben können. Jeden Tag nagen sie leise an Ihren Suchpositionen und verärgern Besucher. Die gute Nachricht: Die Lösung kostet Sie exakt so viel Zeit wie ein Scan und ein Durchgang durch die Liste.
Öffnen Sie jetzt den Link-Prüfdienst, geben Sie Ihre Webadresse ein und starten Sie die Prüfung. Finden Sie mehr als fünf defekte Links, blockieren Sie sich in dieser Woche eine Stunde im Kalender und arbeiten Sie die Liste ab. Regelmäßige vierteljährliche Prüfungen schließen das Thema dauerhaft.
Eine Website ohne defekte Links bekommt dafür keine Medaille. Aber eine Website mit defekten Links bekommt dafür eine Abstrafung. Der Unterschied ist eine halbe Stunde Arbeit.



