
📈 6 WordPress-Überwachungsplugins für 2026 (kostenlos und kostenpflichtig)
Die Website ist ausgefallen, und Sie erfahren es vom Kunden. Während Sie schlafen oder an einem anderen Projekt arbeiten, kann WordPress stundenlang hängen, und jede Minute Downtime bedeutet verlorene Leads, schlechtere Suchrankings und letztlich Geldverlust.
Uptime-Überwachung ist kein Luxus und kein „Irgendwann-später"-Thema. Sie ist grundlegende Hygiene. Ohne sie meldet der Kunde den Ausfall. Mit ihr erkennt das System das Problem, bevor es jemand bemerkt.
Wir haben 6 praxistaugliche Tools zur Überwachung von WordPress-Websites zusammengestellt, von kostenlos bis Enterprise-Niveau. Alle in der Praxis getestet. Kein Marketing-Blabla, nur Fakten: was überwacht wird, wohin die Alerts gehen, was es kostet.
💡 Kurzüberblick:
- Wählen Sie ein Tool passend zur Aufgabe:
Jetpackfür eine einzelne Site,Uptime Robotfür ein Portfolio - Binden Sie Alerts an E-Mail, Telegram oder Slack an, ein nächtlicher Ausfall wartet nicht auf den Morgen
- Stimmen Sie die Prüfintervalle auf Ihr Budget ab: kostenlose Tarife bieten 5-Minuten-Intervalle, kostenpflichtige bis zu 30 Sekunden
- Richten Sie eine öffentliche Statusseite für Kunden ein, das eliminiert Rückfragen zur Verfügbarkeit
Vergleichstabelle
Tool | Kostenloser Tarif | Prüfintervall | Alerts | Statusseite | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| Ja, Basis | Auf Abruf | E-Mail, SMS (kostenpflichtig) | Nein | 2 $/Monat pro Site |
| Ja, Basis | 5 Min. | Nein | 9,95 $/Monat | |
| 14-Tage-Test | 1 Min. | E-Mail, SMS | Ja | ~10 $/Monat |
| Ja, 50 Monitore | 5 Min. | E-Mail, Slack, Discord, SMS | Ja (kostenpflichtig) | 8 $/Monat |
| 30-Tage-Test | Anpassbar | E-Mail, SMS, Slack, Twitter | Nein | 2 €/Monat |
| Nein, nur Test | 1 Min. | E-Mail, SMS (kostenpflichtig) | Ja | 16,66 $/Monat |
1. ManageWP Worker

ManageWP Worker ist nicht nur Überwachung, sondern eine vollwertige Kommandozentrale für Dutzende WordPress-Websites aus einem Fenster heraus. Sie binden Sites über ein kostenloses Plugin Worker an und erhalten ein einheitliches Dashboard: Updates, Backups, Sicherheitsprüfungen und selbstverständlich auch Uptime-Tracking.
Die Uptime-Überwachung ist hier ein kostenpflichtiges Add-on. Das System prüft die Site, sendet E-Mail und SMS bei Ausfall und führt Protokolle über Verfügbarkeit und Downtime. Plus ein besonderes Feature: ManageWP kann vor jedem Massenupdate automatisch ein Backup erstellen. Wenn etwas schiefgeht, stellt sich die Site selbst zurück. Das hat uns mehr als einmal gerettet.
Vorteile:
- Zentrale Oberfläche für alle Sites, kein separates Einloggen nötig
- Überwachung, Backups und Massenupdates in einem Paket
- Kostenloses monatliches Cloud-Backup für alle Sites
Nachteile:
- Uptime-Überwachung nur im kostenpflichtigen Add-on
- Keine öffentliche Statusseite für Kunden
Preis: kostenloses Worker-Plugin plus Premium-Add-ons ab 2 $/Monat pro Site. Die Uptime-Überwachung wird separat bezahlt.
🔗 ManageWP Worker auf WordPress.org🔗 ManageWP-Website
2. Jetpack

Jetpack von Automattic ist ein Schweizer Taschenmesser für WordPress. Sicherheit, Performance, Statistiken, Social Media, CDN für Bilder und... ja, auch Uptime-Überwachung. Das Monitor-Modul prüft die Verfügbarkeit der Site alle 5 Minuten und sendet bei Ausfall eine E-Mail. Kostenlos.
Die Sache ist die: Überwachung ist hier nicht die Hauptfunktion, sondern eine nützliche Ergänzung zum übrigen Arsenal. Sie erhalten Brute-Force-Schutz, automatische Backups in den kostenpflichtigen Tarifen, Spam-Filterung Akismet, CDN für Bilder und Besucherstatistiken. Wenn es sich um eine einzelne Site handelt und die Aufgabe lautet „einfach wissen, dass sie ausgefallen ist", schließt Jetpack die Frage ohne zusätzlichen Aufwand.
Vorteile:
- Überwachung ist im Basistarif kostenlos
- Dutzende Zusatzfunktionen jenseits des Uptime-Trackings
- Entwickelt vom Team hinter WordPress.com und WooCommerce
Nachteile:
- Überwachung ist eine Nebenfunktion, nicht das Kerngeschäft
- Keine SMS-Alerts, nur E-Mail
- Prüfintervall ist fest vorgegeben, keine flexiblen Einstellungen
Preis: kostenlose Überwachung im Basistarif. Premium ab 9,95 $/Monat für das volle Paket: Backups, Sicherheitsscanner, WAF.
🔗 Jetpack auf WordPress.org🔗 Jetpack-Website
3. Super Monitoring

Super Monitoring ist ein externer Dienst mit einem WordPress-Plugin für die Admin-Integration. Anders als ManageWP und Jetpack handelt es sich um ein fokussiertes Tool, das speziell für das Monitoring konzipiert ist, ohne Nebenfunktionen. Es prüft die Website jede Minute über ein globales Netzwerk von weltweit verteilten Prüfstationen.
Neben der Verfügbarkeitsprüfung kann es: Inhalte überwachen (ob Text von der Startseite verschwunden ist), Webformulare testen, die Dateiintegrität prüfen, SSL-Zertifikat und Domain-Ablauf verfolgen sowie Blacklist-Einträge erkennen. Bei einem Vorfall erhalten Sie E-Mail, SMS, einen Seiten-Screenshot, einen HTML-Snapshot und HTTP-Header für die Diagnose. Sie müssen nicht raten, warum die Seite ausgefallen ist, alle Daten liegen Ihnen bereits vor.
Vorteile:
- Prüfung jede Minute, schneller als die meisten Wettbewerber in vergleichbaren Tarifen
- Globales Netzwerk von Prüfstationen eliminiert Fehlalarme
- Erweiterte Diagnostik: Screenshots, Header, HAR-Dateien
Nachteile:
- Bescheidene Installationsbasis, Nischenprodukt
- Kein kostenloser Tarif, nur 14-tägige Testphase
Preis: 14-tägige Testphase, kostenpflichtige Tarife ab ca. 10 $/Monat. Die genauen Kosten hängen von der Anzahl der Prüfungen ab.
🔗 Super Monitoring auf WordPress.org🔗 Super Monitoring-Website
4. Uptime Robot

Uptime Robot ist einer der reichweitenstärksten Monitoring-Dienste weltweit mit über 3 Millionen Nutzern. Ein WordPress-Plugin ist dafür nicht erforderlich, das Monitoring läuft dienstseitig, das Plugin zeigt lediglich den Status im Admin-Bereich an. Und genau darin liegt seine Stärke: Die Prüfung erfolgt von außen, nicht vom Server selbst.
Der kostenlose Tarif bietet 50 Monitore mit Prüfungen alle 5 Minuten. Prüfungsarten: HTTP(s), Ping, Port, Keyword, Cron-Jobs, DNS-Einträge und SSL-Zertifikate. Benachrichtigungen: E-Mail, Slack, Discord, Google Chat, Teams, SMS, Telefonanruf, Webhook und mobile Push-Benachrichtigung. Der kostenpflichtige Solo-Tarif (8 $/Monat) bietet 10 Monitore mit Intervallen ab 60 Sekunden und mehr Integrationen. Team (34 $/Monat) erweitert auf 100 Monitore mit voll ausgestatteten Statusseiten und Kollaboration. Enterprise (64 $/Monat), 200 Monitore mit Intervallen ab 30 Sekunden.
Vorteile:
- 50 Monitore kostenlos, ausreichend für die meisten Webagenturen
- Größte Auswahl an Benachrichtigungskanälen, von E-Mail bis Telefonanruf
- Öffentliche Statusseiten für Kunden in den kostenpflichtigen Tarifen
Nachteile:
- 5-Minuten-Intervall im kostenlosen Tarif, kann Ausfallzeiten von mehreren Minuten verpassen
- Keine tiefgehende Diagnostik wie Screenshots oder Tracing
Preis: kostenlos (50 Monitore, 5-Minuten-Intervall). Solo 8 $/Monat (10 Monitore, ab 60 Sekunden). Team 34 $/Monat (100 Monitore). Enterprise 64 $/Monat (200 Monitore, ab 30 Sekunden).
5. InternetVista

InternetVista ist ein belgischer Monitoring-Dienst, der seit 2003 am Markt ist. ISO-27001-zertifiziert, was für Unternehmenskunden oft ein entscheidendes Argument darstellt. Anders als andere Teilnehmer dieses Vergleichs handelt es sich hier ausschließlich um einen externen Dienst ohne vollwertiges WordPress-Plugin; eine Integration existiert, die zentrale Oberfläche befindet sich jedoch auf der Website internetvista.com.
Überwacht werden nicht nur Websites, sondern auch Mailserver, DNS, Datenbanken, APIs und benutzerdefinierte Szenarien, beispielsweise der Checkout-Ablauf. Benachrichtigungen erfolgen per E-Mail, SMS, Slack, Twitter und Webhook. Detaillierte Performance-Berichte. Mobile App für iOS und Android. Die Oberfläche ist in fünf Sprachen verfügbar, darunter Englisch und Französisch.
Vorteile:
- ISO 27001, ein starkes Argument für Compliance-abhängige Kunden
- Überwachung benutzerdefinierter Szenarien: Formulare, Warenkörbe, APIs
- 30-tägige Testphase ohne Kartenbindung
Nachteile:
- Kein kostenloser Tarif nach der Testphase
- Keine vollständige Verwaltung aus dem WordPress-Adminbereich
- Der Preis beginnt moderat, steigt aber mit zusätzlichen Prüfungen schnell an
Preis: ab 2 €/Monat für die Basisprüfung. Flexibel, abhängig vom Überwachungsumfang. 30 Tage kostenlos testen.
6. Pingdom

Pingdom ist ein Veteran der Marktüberwachung unter dem Dach von SolarWinds. Es handelt sich nicht um ein WordPress-Plugin, sondern um eine vollständige SaaS-Plattform mit synthetischem und Real-User-Monitoring. Prüft die Website von über 100 Standorten weltweit, misst Antwortzeit, Seitenladegeschwindigkeit und Transaktionen.
Das synthetische Monitoring simuliert einen Benutzerbesuch: Öffnet sich die Seite, funktioniert das Formular, geht die Zahlung durch? Real-User-Monitoring (RUM) sammelt Daten von tatsächlichen Besuchern: Land, Gerät, Ladegeschwindigkeit. Für die Diagnose gibt es eine Ursachenanalyse: Das System meldet nicht nur „Seite ist nicht erreichbar", sondern zeigt, wo und warum. Das spart Stunden bei der Fehlersuche.
Vorteile:
- Über 100 Prüfpunkte weltweit, ein echtes Bild der globalen Verfügbarkeit
- Synthetisches und Real-User-Monitoring in einem Produkt
- Die Ursachenanalyse verkürzt die Diagnosezeit von Stunden auf Minuten
Nachteile:
- Kein kostenloser Tarif
- Für eine einzelne Seite überdimensioniert, ein Werkzeug für Unternehmen mit Infrastruktur
- Preis liegt über dem Durchschnitt in diesem Vergleich
Preis: ab 16,66 $/Monat. Testversion verfügbar.
Nützliches Video zum Thema
Das Thema Monitoring erschließt sich besser, wenn man die Oberflächen live sieht. Ein kurzes, aber umfassendes Video von Elegant Themes zeigt fünf WordPress-Monitoring-Tools im Einsatz und hilft bei der Orientierung vor der Installation.
⁉️🤔 Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Plugin-Monitoring und einem externen Dienst?
Ein Plugin wie ManageWP oder Jetpack bettet das Monitoring direkt in die WordPress-Administration ein und bietet oft verwandte Funktionen: Backups, Updates, Statistiken. Ein externer Dienst wie Uptime Robot oder Pingdom überwacht die Seite unabhängig vom CMS. Selbst wenn PHP abstürzt, die Datenbankverbindung abbricht oder der Server komplett ausfällt, arbeitet das externe Monitoring weiter und sendet Alarme. Für kritische Projekte ist ein externer Dienst vorzuziehen, er liefert ein reales Bild der Verfügbarkeit aus dem Internet, nicht aus dem Serverinneren.
Welches Prüfintervall ist ausreichend?
Für die meisten Seiten genügen fünf Minuten. Das bieten die kostenlosen Tarife von Uptime Robot und Jetpack. Ein Minutenintervall, wie bei Super Monitoring oder Pingdom, ist für umsatzstarke Online-Shops und SaaS-Produkte gerechtfertigt, bei denen jede Minute Ausfallzeit direkte Verluste bedeutet. Ein Intervall unter einer Minute ist etwas für Abrechnungssysteme, Kryptobörsen und kritische Infrastruktur. Die Regel ist einfach: Je häufiger die Prüfung, desto teurer der Tarif.
Geht es auch ganz ohne Plugin?
Ja. Uptime Robot, Pingdom und InternetVista überwachen die Seite, ohne etwas in WordPress zu installieren. Sie geben lediglich die URL an, und der Dienst beginnt mit der Prüfung. Das Plugin dient in diesen Fällen nur als Brücke, um den Status in der Administration anzuzeigen. Externes Monitoring ist zudem zuverlässiger: Es zeigt die Verfügbarkeit der Seite aus dem Internet, nicht aus dem Serverinneren, wo alles „funktioniert".
Was tun, wenn die Seite nicht erreichbar ist und ich nicht am Rechner sitze?
Richten Sie SMS-Alarme ein. Uptime Robot, Super Monitoring und InternetVista unterstützen SMS und Push-Benachrichtigungen in der mobilen App. Für eine schnelle Reaktion funktionieren auch Integrationen mit Slack, Discord und Telegram, eine Nachricht im Arbeits-Chat wird oft schneller bemerkt als eine E-Mail. Richten Sie eine Eskalation ein: Reagiert der primäre Kontakt innerhalb von N Minuten nicht, geht die Meldung an den Nächsten in der Kette.
Brauche ich eine öffentliche Statusseite?
Wenn Sie Kunden haben, die für den Zugang zu einer Website oder einem Dienst bezahlen, ist eine Statusseite Pflicht. Sie nimmt den Löwenanteil der Fragen à la „Funktioniert die Seite überhaupt?" vorweg und zeigt Transparenz. Uptime Robot und Pingdom bieten Statusseiten in den kostenpflichtigen Tarifen, Super Monitoring bereits im Basistarif. Für interne Projekte ohne externe Nutzer ist eine Statusseite nicht kritisch.
Was wählen, wenn das Budget begrenzt ist?
Die Kombination aus
Jetpack(kostenloses Monitoring plus Schutz) undUptime Robot(50 Monitore kostenlos). Ersteres liefert grundlegendes Monitoring mit E-Mail-Alarmen innerhalb von WordPress, Letzteres sichert von außen ab und ergänzt flexible Alarmkanäle. In Summe: null Dollar pro Monat und zwei unabhängige Prüfkreise.
Was 2026 zu installieren ist
Die Wahl des Werkzeugs läuft auf drei Szenarien hinaus. Haben Sie eine einzelne Seite und kein Budget, löst Jetpack die Monitoring-Frage kostenlos und bietet zusätzlich Schutz und CDN. Sind es mehr als zehn Seiten, erscheint Uptime Robot mit 50 kostenlosen Monitoren und flexiblen Alarmen zum Start als einzige Option. Und wenn Monitoring Teil des Geschäftsprozesses ist und ein einfaches „unten/funktioniert" nicht ausreicht, liefert Pingdom mit synthetischen Prüfungen, RUM und Ursachenanalyse das vollständige Bild.
Die wichtigste Regel: Schieben Sie die Einrichtung des Monitorings nicht auf. Schließen Sie heute zumindest das kostenlose Uptime Robot an. Zehn Minuten jetzt ersparen Ihnen später Stunden der Recherche, wenn die Seite am Sonntagabend ausfällt und Sie am Montagmorgen vom Kunden davon erfahren.



