
🔄 Widget Importer & Exporter im Test: WordPress-Widgets importieren und exportieren
Wofür Widget Importer & Exporter gedacht ist
Widgets von einer WordPress-Site auf eine andere zu übertragen, ist eine regelmäßig anfallende Aufgabe. Umzug auf eine neue Domain, Wechsel des Hostings, Klonen eines Projekts für die Entwicklung, Ausrollen von Standardkonfigurationen für Kunden. WordPress bietet keine Bordmittel für die Widget-Migration. Einstellungen manuell zu kopieren ist langsam, mühsam und fehleranfällig: ein Text-Widget mit HTML, Navigationsblöcke, Abonnements, all das geht beim manuellen Transfer verloren.
Widget Importer & Exporter schließt diese Lücke. Das Plugin verpackt alle aktiven Widgets in eine einzige JSON-Datei mit der Endung .wie und stellt sie auf der Zielsite mit intelligenter Konfliktbehandlung bereit. Keine Zauberei, sondern ein funktionierendes Werkzeug, das nicht versucht, ein Schweizer Taschenmesser zu sein.
Seit seiner Veröffentlichung hat das Plugin über 200.000 aktive Installationen erreicht und hält eine Bewertung von 4,7 von 5 Sternen bei 117 Rezensionen. Der Entwickler, Steven Gliebe von ChurchThemes.com, hält es aktuell: das letzte Update erschien im Mai 2026, und Version 1.6.1 ist bis WordPress 7.0 getestet.
💡 Kurzüberblick:
- Installation. Installieren Sie Widget Importer & Exporter aus dem WordPress-Plugins-Verzeichnis.
- Export. Auf der Quell-Site: Werkzeuge → Widget Importer & Exporter → klicken Sie auf „Widgets exportieren" und laden Sie die
.wie-Datei herunter. - Import. Auf der Ziel-Site: gleicher Bereich → laden Sie die
.wie-Datei hoch → klicken Sie auf „Widgets importieren". - Ergebnis. Prüfen Sie die Tabelle: das Plugin zeigt, welche Widgets importiert, welche übersprungen wurden und warum.
Wie der Widget-Export funktioniert
Der Export in Widget Importer & Exporter ist so einfach wie nur möglich. Gehen Sie zu Werkzeuge → Widget Importer & Exporter, klicken Sie auf die einzige Schaltfläche „Widgets exportieren", und der Browser lädt eine Datei mit der Endung .wie herunter. Darin befindet sich eine JSON-Struktur, die alle aktiven Widgets der Site enthält: ihre Typen, Einstellungen und Zuweisungen zu Bereichen (Sidebar, Footer, Header).
Das .wie-Format ist eine proprietäre Erweiterung des Plugins, und das ist die richtige Entscheidung. Es verhindert Verwechslungen mit anderen JSON-Widget-Exporten von Drittanbieter-Plugins. Technisch handelt es sich um reines JSON, das Sie in einem Texteditor öffnen können, um die Struktur einzusehen.
Was exportiert wird:
- alle aktiven Widgets mit ihren Einstellungen;
- die Zuweisung der Widgets zu einem bestimmten Theme-Bereich;
- die Position des Widgets innerhalb des Bereichs;
- alle Widget-Typen, sowohl Standard (Text, Suche, Kategorien) als auch solche, die von anderen Plugins hinzugefügt wurden.

Wie der Widget-Import funktioniert
Der Import ist der spiegelbildliche Vorgang. Auf der Ziel-Site, auf der Widget Importer & Exporter bereits installiert ist, gehen Sie zu denselben Werkzeuge → Widget Importer & Exporter, laden die .wie-Datei über das Formular hoch und klicken auf „Widgets importieren". Das Plugin parst das JSON, gleicht die Widget-Bereiche der Quell-Site mit den Bereichen im aktuellen Theme ab und platziert die Widgets entsprechend.
Das Ergebnis wird als übersichtliche Tabelle angezeigt. Jeder Bereich und jedes Widget erhält eine eigene Zeile mit einem Status. Sie sehen sofort, ob ein Widget importiert oder übersprungen wurde, und falls übersprungen, aus welchem Grund.
Die Ergebnistabelle ist eine der Stärken des Plugins. Statt blind darauf zu hoffen, dass „wahrscheinlich alles übertragen wurde", erhalten Sie einen transparenten Bericht. Das ist besonders wertvoll bei der Migration großer Sites mit Dutzenden von Widgets in verschiedenen Bereichen: Footer, Blog-Sidebar, Shop-Sidebar, Header.

Intelligente Verarbeitung: was das Plugin im Hintergrund tut
Der wertvollste Aspekt von Widget Importer & Exporter ist nicht der Datentransfer selbst, sondern die Logik zur Behandlung von Inkonsistenzen. Während des Imports führt das Plugin drei Prüfungen für jedes Widget durch.
Erste Prüfung: Existenz des Bereichs. Befand sich ein Widget auf der Quell-Site in der Sidebar „Shop", das Ziel-Theme hat aber keine solche Sidebar, geht das Widget nicht verloren. Es wird als „Inaktiv" markiert und gelangt in den Bereich für inaktive Widgets im Admin-Panel. Sie können es manuell in einen passenden Bereich ziehen.
Zweite Prüfung: Duplikate. Befindet sich im Zielbereich bereits exakt dasselbe Widget mit denselben Einstellungen, dupliziert das Plugin es nicht. Der Import überspringt die vorhandene Instanz und fährt fort. Keine Klone und keine überladenen Sidebars.
Dritte Prüfung: nicht unterstützte Widgets. Mitunter wurde ein Widget von einem Plugin hinzugefügt, das auf der Ziel-Site nicht vorhanden ist. Widget Importer & Exporter versucht nicht, einen defekten Block zu erzeugen; es überspringt ein solches Widget einfach und meldet dies in der Ergebnistabelle.
Ein gesondertes Szenario betrifft .wie-Dateien von Theme-Entwicklern. Viele Themes, insbesondere Premium-Themes, werden mit einem fertigen Satz an Demo-Widgets ausgeliefert. Widget Importer & Exporter ist der Standardweg für Theme-Autoren, solche Beispiele bereitzustellen. Anwender erhalten mit einem einzigen Klick eine exakte Kopie der Widgets der Demo-Site.
Hooks und Filter für Entwickler
Trotz seiner äußerlichen Einfachheit bietet das Plugin Raum für Anpassungen durch drei Hooks. Alle sind im Repository auf GitHub dokumentiert.
Der Hook wie_before_import wird nach dem Datei-Upload, aber vor der Datenverarbeitung ausgelöst. An dieser Stelle können Sie: die JSON-Struktur prüfen, den Vorgang protokollieren, eine zusätzliche, für Ihr Projekt spezifische Validierung hinzufügen.
Der Hook wie_after_import läuft, nachdem die Daten importiert wurden und die Widgets an ihrem Platz sind. Das ist praktisch für: Cache leeren, eine Benachrichtigung an den Administrator senden, CSS-Neugenerierung anstoßen, wenn Sie Widgets mit dynamischen Stilen verwenden.
Der Filter wie_import_data gewährt Zugriff auf das Daten-Array vor dem Import. Sie können bestimmte Widgets entfernen, Einstellungen ersetzen, Medien-Dateipfade für eine neue Domain anpassen. Das ist nützlich für automatisierte Deployments, wenn der Import nicht manuell über das Admin-Panel, sondern per Skript erfolgt.
Weitere Hooks werden per Pull-Request auf GitHub angenommen. Der Entwickler ist offen für Vorschläge, das Repository ist aktiv, und Issues werden bearbeitet.

Grenzen und wann das Plugin nicht ausreicht
Widget Importer & Exporter löst eine Aufgabe und löst sie gut. Aber es ist wichtig, seine Grenzen zu verstehen.
Das Plugin überträgt ausschließlich Widget-Einstellungen, keine Beitragsinhalte, keine Mediendateien, keine Theme-Einstellungen und keine Customizer-Optionen. Es ist nicht für eine vollständige Site-Migration geeignet und wird auch nicht als vollwertiges Migrationswerkzeug positioniert. Es handelt sich um ein schmales, fokussiertes Werkzeug für einen einzelnen Vorgang.
Widgets, die über Gutenberg-Blöcke gespeichert wurden (im Modus „Blöcke als Widgets"), werden korrekt übertragen; dies wird durch Nutzerbewertungen aus dem Jahr 2023 bestätigt. Ist eine Site jedoch vollständig auf ein FSE-Theme (Full Site Editing) umgestiegen, bei dem Sidebars durch Blockvorlagen ersetzt werden, existieren traditionelle Widgets möglicherweise nicht mehr als Konzept, und das Plugin hat schlicht nichts zu exportieren.
Zudem ist die .wie-Datei an die Bereichsstruktur eines bestimmten Themes gebunden. Verwenden Quell- und Ziel-Site radikal unterschiedliche Themes mit verschiedenen Sidebar-Sets, werden einige Widgets als „Inaktiv" enden. Das ist kein Fehler, sondern erwartbares Verhalten, auf das Sie allerdings vorbereitet sein sollten.
Video: Widget-Import und -Export in der Praxis
Sehen Sie sich eine Schritt-für-Schritt-Demonstration an: Installation von Widget Importer & Exporter, Export von Widgets von einer Test-Site und Import in eine saubere WordPress-Installation mit Analyse der Ergebnistabelle.
⁉️🤔 Häufig gestellte Fragen
Ist die .wie-Datei einfach nur JSON?
Ja.
.wieist eine reine JSON-Datei mit einer proprietären Endung, die eingeführt wurde, um Verwechslungen mit Exportdateien anderer Widget-Plugins zu vermeiden. Sie lässt sich in jedem Texteditor öffnen.
Was passiert, wenn auf der Ziel-Site bereits dasselbe Widget im selben Bereich existiert?
Das Plugin erzeugt keine Duplikate. Ein mit einem vorhandenen identisches Widget wird übersprungen; in der Ergebnistabelle wird es als „Bereits vorhanden" markiert und bleibt als einzelne Instanz erhalten.
Kann man Widgets zwischen Themes mit unterschiedlichen Sidebar-Sets importieren?
Ja, und das ist ein Standardszenario. Fehlt ein Widget-Bereich des Quell-Themes im Ziel-Theme, wird das Widget als „Inaktiv" markiert und gelangt in den entsprechenden Bereich des Admin-Panels. Sie ziehen es manuell in einen passenden Bereich.
Wird das Plugin für die Migration auf beiden Sites benötigt?
Auf der Quell-Site, um die
.wie-Exportdatei zu erstellen. Auf der Ziel-Site, um diese Datei zu importieren. Die Installation dauert weniger als eine Minute: Standardsuche im WordPress-Plugins-Verzeichnis → Aktivierung.
Überträgt das Plugin Widgets, die von anderen Plugins hinzugefügt wurden?
Ja, sofern dasselbe Quell-Plugin für das Widget auf der Ziel-Site installiert ist. Ist das Plugin nicht vorhanden, wird das Widget beim Import übersprungen, und Sie sehen dies in der Ergebnistabelle. Keine defekten Blöcke oder Fehler.
Ist Widget Importer & Exporter kostenlos?
Vollständig. Das Plugin wird über das offizielle WordPress-Verzeichnis unter einer offenen Lizenz vertrieben. Keine Pro-Versionen, Abonnements oder Premium-Funktionen. Der Quellcode befindet sich im GitHub-Repository.
Lohnt sich die Installation von Widget Importer & Exporter im Jahr 2026

Nach sechs Jahren Bestehen und zweihunderttausend aktiven Installationen ist die Antwort klar: Wenn Sie Widgets zwischen WordPress-Sites übertragen oder ein Backup der Widget-Einstellungen erstellen müssen, ist dies das richtige Werkzeug. Es ist kostenlos, schlank, versucht nicht, „alles in einem" zu sein, und tut genau das, was es verspricht.
Für Entwickler, die regelmäßig Standardkonfigurationen ausrollen, wird die .wie-Datei zur Vorlage: Widgets einmal auf einer Dev-Site einrichten, exportieren und in jedem neuen Projekt wiederverwenden. Die Zeitersparnis ist erheblich.
Ist die Aufgabe breiter gefasst (vollständige Site-Migration mit Inhalten, Mediendateien und Theme-Einstellungen), richten Sie den Blick auf All-in-One WP Migration, Duplicator oder WP Migrate. Widget Importer & Exporter ersetzt diese Werkzeuge nicht, sondern ergänzt sie: Nach einer vollständigen Migration können Sie separat die Widget-Einstellungen übernehmen, falls das Haupt-Migrationsplugin sie nicht verarbeitet hat.
🔗 Widget Importer & Exporter auf WordPress.org🔗 Quellcode auf GitHub



